Parkinson-Erkrankung
Die Parkinson-Erkrankung ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Sie betrifft vor allem die Bewegungssteuerung, kann aber auch andere Funktionen beeinflussen. Typisch sind Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifigkeit und Zittern. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und verläuft individuell sehr unterschiedlich.
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Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell angepasste Behandlung können helfen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität lange zu erhalten.
Was passiert bei Parkinson?
Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn. Dopamin ist wichtig für flüssige, gut koordinierte Bewegungen. Durch den Dopaminmangel geraten Bewegungsabläufe aus dem Gleichgewicht.
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Die genaue Ursache ist meist unbekannt. Neben der klassischen Parkinson-Erkrankung gibt es auch andere Parkinson-Syndrome mit ähnlichen Symptomen.
Typische Symptome
Die Beschwerden beginnen häufig einseitig und nehmen langsam zu.
Bewegungsbezogene Symptome:
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Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese)
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Muskelsteifigkeit (Rigor)
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Zittern in Ruhe (Ruhetremor)
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Gang- und Gleichgewichtsstörungen
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Weitere mögliche Beschwerden:
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leiser werdende Sprache
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veränderte Handschrift (kleiner werdend)
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Riechstörungen
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Schlafstörungen
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Verstopfung oder Kreislaufprobleme
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depressive Verstimmung oder Antriebsmangel

Diagnostik – sorgfältig und individuell
Die Diagnose wird vor allem anhand der Krankengeschichte und der neurologischen Untersuchung gestellt. Ergänzend können sinnvoll sein:
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spezielle Bewegungstests
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Bildgebung des Gehirns zum Ausschluss anderer Ursachen
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in ausgewählten Fällen nuklearmedizinische Untersuchungen
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Eine frühzeitige und genaue Einordnung ist wichtig für die Therapieplanung.
Therapie – individuell und ganzheitlich
Parkinson ist derzeit nicht heilbar, aber gut behandelbar. Ziel der Therapie ist es, Symptome zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.
Therapiebausteine können sein:
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medikamentöse Behandlung zur Verbesserung der Beweglichkeit
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Anpassung der Therapie im Verlauf der Erkrankung
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Physiotherapie zur Förderung von Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht
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Ergotherapie zur Unterstützung im Alltag
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Logopädie bei Sprach- oder Schluckstörungen
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Bewegung, Training und Aktivierung
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In fortgeschrittenen Stadien können weitere Therapieverfahren in Betracht kommen.
Leben mit Parkinson – Unterstützung für Betroffene und Angehörige
Die Parkinson-Erkrankung betrifft nicht nur den Körper, sondern auch den Alltag und das soziale Leben. Eine gute Begleitung ist daher besonders wichtig.
Wir unterstützen Sie bei:
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individueller Therapieplanung
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Anpassung an neue Anforderungen im Alltag
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Beratung zu Hilfsmitteln
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Einbindung von Angehörigen
Wann sollte eine Abklärung erfolgen?

Bitte lassen Sie sich neurologisch untersuchen, wenn Sie bemerken:
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zunehmende Bewegungsverlangsamung
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Zittern in Ruhe
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Steifheit oder Unsicherheit beim Gehen
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Veränderungen von Sprache oder Handschrift
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Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung.
Wir begleiten Menschen mit Parkinson einfühlsam und kompetent. Gemeinsam entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept mit dem Ziel, Ihre Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
