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Borreliose

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich bestimmter Zecken übertragen wird. Sie wird durch Bakterien der Gattung Borrelia verursacht. Borreliose kann verschiedene Organsysteme betreffen, darunter Haut, Gelenke, Herz und Nerven.

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Besonders wichtig ist die frühzeitige Erkennung, da die Behandlung umso wirksamer ist, je früher sie beginnt.

Übertragung und Risikofaktoren

Die Erkrankung wird durch Zecken übertragen, die die Borrelien-Bakterien in sich tragen.

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  • Zeckenbisse sind oft unbemerkt, da die Tiere sehr klein sind.

  • Das Infektionsrisiko steigt bei Wald- oder Wiesenaufenthalten, insbesondere in Regionen mit hoher Zeckendichte.

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Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion.

Typische Symptome

Die Beschwerden hängen davon ab, welche Organe betroffen sind und in welchem Stadium die Erkrankung auftritt.

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Frühes Stadium (Tage bis Wochen nach Zeckenstich):

  • Rötlicher Hautausschlag rund um die Einstichstelle („Wanderröte“)

  • grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen

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Spätes Stadium (Wochen bis Monate):

  • Gelenkschwellungen oder -schmerzen, besonders Knie

  • Herzrhythmusstörungen (selten)

  • neurologische Beschwerden – sogenannte Neuroborreliose

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Neuroborreliose – wenn die Nerven betroffen sind

Bei einer Neuroborreliose kann die Infektion das zentrale oder periphere Nervensystem betreffen. Typische Anzeichen sind:

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  • Lähmungen oder Taubheitsgefühle, z. B. Gesichtslähmung (Fazialisparese)

  • Missempfindungen wie Kribbeln oder Brennen

  • Nackensteifigkeit

  • Kopfschmerzen

  • Gangunsicherheit oder Muskelschwäche

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Die Beschwerden können einseitig oder beidseitig auftreten und entwickeln sich oft schrittweise.

Diagnostik – gezielt und zuverlässig

Die Abklärung umfasst mehrere Bausteine:

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  • ausführliches ärztliches Gespräch über Zeckenstiche und Symptome

  • körperliche und neurologische Untersuchung

  • Bluttests zum Nachweis von Antikörpern gegen Borrelien

  • bei Verdacht auf Neuroborreliose: Untersuchung des Nervenwassers (Lumbalpunktion)

  • ggf. Bildgebung bei schweren neurologischen Beschwerden

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Ziel ist es, Borreliose sicher zu erkennen, andere Ursachen auszuschließen und eine passende Therapie einzuleiten.

Therapie – wirksam und individuell

Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Die Dauer und Art der Behandlung hängt vom Stadium und den betroffenen Organen ab:

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  • frühe Borreliose: in der Regel orale Antibiotika für 2–3 Wochen

  • Neuroborreliose oder komplizierte Verläufe: oft intravenöse Antibiotikagabe über mehrere Wochen

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Frühzeitige Therapie verhindert meist schwere Spätfolgen. Bei länger bestehenden Beschwerden kann zusätzlich symptomorientierte Therapie sinnvoll sein.

Prävention – schützen Sie sich vor Zecken

Einige Maßnahmen reduzieren das Risiko einer Infektion:

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  • Schutzkleidung bei Wald- oder Wiesenspaziergängen

  • Nutzung von Insektenschutzmitteln

  • Körper nach Aufenthalten im Freien gründlich nach Zecken absuchen

  • Zecken möglichst frühzeitig und korrekt entfernen

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Es gibt derzeit keine allgemein empfohlene Impfung gegen Borreliose.

Wann ärztliche Hilfe wichtig ist

Bitte suchen Sie medizinische Hilfe, wenn:

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  • ein größer werdender roter Hautausschlag nach einem Zeckenstich auftritt

  • grippeähnliche Beschwerden ohne klaren Grund bestehen

  • neurologische Symptome wie Lähmungen, Kribbeln, Nackensteifigkeit oder Gangunsicherheit auftreten

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Frühzeitige Abklärung ermöglicht eine wirksame Behandlung und beugt Spätfolgen vor.

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Wir nehmen die Borreliose und insbesondere Neuroborreliose ernst. Gemeinsam klären wir, ob Ihre Beschwerden von Borrelien verursacht werden, und entwickeln ein individuell abgestimmtes Therapie- und Nachsorgekonzept, um Ihre Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten.

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